DOTE

Bleiben Sie nicht stehen, dafür haben wir keine Zeit. Kommen Sie, Kommen Sie schnell und sehen Sie sich das an: Sehen Sie das? Da steht sie, diese Jugend, umzingelt von einer Welt voller Risse, die niemand zu kitten vermag. Nichts. Sie stehen einfach nur da, auf diesem Tennisplatz, und trinken Wein und rauchen Zigaretten und schließen die Augen. Das können die doch nicht Ernst meinen. Bitte, überall, nur nicht auf dem schönen Tennisplatz. Wer von denen hat denn noch Ziele? Diese Jungs, voll und ganz apathisch, die haben doch keinen Willen für irgendwas. Das meinen die nicht Ernst.

Trauen Sie sich. Folgen Sie DOTE auf den CENTRE COURT. Vergessen Sie die Hände der Anderen. Vergessen Sie das Erinnern. Hier liegt ein Ozean. Hier liegt Glas. Hier sind Herzen taub und Menschen wach. Die Ohnmacht ist noch Jahre entfernt.

Der CENTRE COURT ist alles und nichts. Ein Platz für Alle, für alles ist Platz. Das Schauspiel eines Lebens in Markierungen. Aber passen Sie auf, dass Sie die Linien nicht übertreten. Sie könnten keine Luft mehr bekommen.

Der CENTRE COURT ist ein Gemütszustand und ein Konstrukt zugleich. Für DOTE ist er die Box, die Jugend. Nur wer auf dem Platz steht, versteht, was wirklich passiert.

Die vier Songs der zweiten EP der Essener Indie-Band handeln genau von dieser Emotion: Die Jugend als isolierter zeitlicher Raum völliger Selbstbestimmung und gleichzeitigem Unverständnis von außerhalb.
DOTE sind Jonah, Lukas, Moritz und Niclas. Vier Jungs, Anfang 20, aus dem Ruhrgebiet, erst kürzlich ins wahre Leben geworfen worden. Nach ihrem Debüt „north“ im Januar 2017, haben sie auf ihrer zweiten EP nun sphärischen Riffs um eingängige, tanzbare Melodien, aber auch pochende Verzerrung ergänzt. Ein Sound, der an manchen Stellen klingt wie eine Hommage an längst vergangene Indie-Tage – der aber genauso aus jedem Ton den Zeitgeist herausschreit wie eine wütende Verweigerung gegen das Konventionelle.

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